DI. Mag. Boris Julin

beantwortet die Fragen zum Projekt

Die Wiederkehr des Faschismus – XXI

(Das Stenogramm vom Interview am 26.07.2012)


Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des neuen, bislang ungekannten Globofaschismus. Was sind die Ursachen und Voraussetzungen für das Wiederaufleben des Faschismus/Nazismus in Europa und im Westen allgemein?

 

Video - Teil 1

Die Voraussetzungen des Wiederauflebens des Faschismus und Nazismus in Europa sind die gleichen, wie bei deren Entstehung, d.h. demographische Probleme nach dem Ersten Weltkrieg, wirtschaftliche und soziale Probleme.

Die Sache ist die, dass der Nazismus es ermöglicht, effektiv auf den ersten Blick, beispielweise die Probleme der Demographie zu lösen. Das heißt, man kann einen Teil der Bevölkerung vom Staat separieren, die wichtigsten materiellen Güter unter denjenigen aufzuteilen, die zur „Kronen“-Nation gehören.

Der Faschismus erlaubt es, die menschlichen Ressourcen effektiver zu nutzen. Das heißt, auf den ersten Blick, die Vorteile des Faschismus/Nazismus in der Situation der demographischen und der sozialen Probleme sind offensichtlich.

Eben dies ist die Grundursache des Wiederauflebens des Nazismus in Europa und seines Popularitätswachstums. Aber die Hauptursache liegt darin, dass er es im Prinzip den Europäern erlaubt, sich als die Elite und als Rasse einer auserkorenen Nation zu fühlen. Bloß aus dem Faktum heraus, dass sie von Geburt an Europäer sind.

 

 

Wie ist Ihre Einstellung zu den Versuchen der Übertragung der historischen Schuld des Faschismus und Nazismus auf andere Subjekte?

Video - Teil 2

In Wirklichkeit liegt das Problem nicht einmal in der Übertragung der historischen Schuld des Faschismus und des Nazismus auf andere Subjekte, sondern in der Verwendung des Terminus „historische Schuld“.

Die Sache ist diese, dass es die historische Schuld selbst hinter dem Faschismus nicht gibt. Beispielweise darf man einen konkreten Kannibalen nicht beschuldigen, einen konkreten Menschen gegessen zu haben. Er ist nicht dessen schuldig, einen konkreten Menschen gegessen zu haben, sonders dessen, dass er Menschen isst.

Deshalb ist der erste Anlauf dazu, die Schuld des Nazismus auf etwas Anderes übertragen und andere Subjekte finden gedurft zu haben, die der Verbrechen beschuldigt werden, ist es, das Problem des Nazismus eben durch irgendwelche konkreten historischen Verbrechen zu begrenzen, durch die historische Schuld.

Der Nazismus (auch wenn er den Zweiten Weltkrieg nicht ausgelöst hätte) führt unweigerlich zum Auslösen der Kriege, er führt unweigerlich zum Genozid, er führt unweigerlich zu Schichtung in der Gesellschaft nach dem Prinzip der Unterscheidung der Menschen und Nicht-Menschen. Deswegen, weil ein Mensch „zweiter Sorte“, ein unvollkommener Mensch – das ist bereits, im Grunde, kein Mensch.

Und die Ideologie selbst ist in diesem Fall verbrecherisch. Unabhängig davon, ob Hitler Polen angegriffen hat oder nicht.

 

 

Worauf basiert die Legitimität der Macht im Westen?

Video - Teil 3

Also, eigentlich wird die Legitimität der Macht im Westen von dem demokratischen Mythos gehalten. Das heißt, auf der ständig deklarierten Mitwirkung des Volkes – der Völker Europas – an der Regierung der eigenen Staaten, an der Regierung des einigen Europas.

Warum dies ein Mythos ist? Nun, weil die repräsentative Demokratie, auf der Reklame der Medien aufgebaut, kann eben keine Macht des Volkes sein. Das heißt, das einzige tatsächlich funktionierende demokratische Institut, das in Europa geblieben ist, ist das Referendum (gesamte Volksabstimmung), das als Mittel zur Verabschiedung der Gesetze in der Schweiz benutzt wird.

Alle anderen Varianten sind hinreichend weit von der tatsächlichen Teilnahme des Volkes an dem Regieren des Staates entfernt. Nun, eigentlich zeigen dies die neuerlichen Geschehnisse in Europa, dies zeigen die zahlreichen Streiks und Proteste des Volkes gegen die eigene Macht.

Zur Legitimierung dieser Macht gibt es keine Notwendigkeit, konkret das Bild Russlands zu verzerren. Dazu ist es einfach nur notwendig, dass es irgendein Feind existiert, das heißt, irgendwelche böse Kräfte, die das Leben in Europa und die europäischen Völker stören, und die man bekämpfen muss.

Russland passt zu diesem Feindbild ganz bequem. Aber es ist nicht zwingend, dass es eben Russland ist. Das heißt, dieses Bild kann sich ändern.

 

 

Kann man behaupten, dass in unserer Zeit die Gesellschaft durch den Anti-Kommunismus zwingend zu einer Art neuen Faschismus kommt, der nicht so sehr nationalistisch oder nazistisch ist, wie sozial (kastenartige Aufteilung der Gesellschaft in Schichten ohne jeglicher Möglichkeiten der sozialen Lifte)?

Video - Teil 4

Das kann man behaupten. Mehr noch, der Anti-Kommunismus, der militante Anti-Kommunismus, das heißt, wenn der Kampf just gegen die kommunistischen Staaten oder gegen die ausgeprägte kommunistische Ideologie geführt wird – führt unweigerlich zum Faschismus und Nazismus.

Aber nicht auf der neuen sozialen Basis, sondern auf der alten – er bleibt nach wie vor ein Nazismus, er unterscheidet die Menschen nach wie vor durch die National- oder Rassenmerkmale. Und dabei existierte auch im vorherigen Nazismus eine kastenartige Schichtung. Genauer gesagt, entwickelt sie sich erst als soziale und dann, im Weiteren, erfolgt die Kastenbildung als weitere Fixierung der sozialen Schichtung.

Deswegen darf man nicht sagen, dass der neue Nazismus irgendein neues Gesicht hat. Er kann neue ideologische Schablonen benutzen, aber das Wesen des Nazismus ist unveränderbar. Er ist auf der Idee der Überlegenheit einer bestimmten Rasse über den anderen aufgebaut, einfach nach der Tatsache, dass die Menschen zu dieser Nation gehören.

 

 

Können Sie die Tatsache begründen, dass die Rehabilitation des Faschismus unbedingt mit der Erniedrigung der Sowjetunion beginnen sollte?

Video - Teil 5

Eigentlich impliziert die Rehabilitation des Faschismus nicht einfach nur eine Notwendigkeit der Erniedrigung, sondern das Bedecken mit Schlamm sowie der Sowjetunion, wie auch allgemein aller wirklich handelnden antifaschistischen Kräfte, das heißt all derjenigen, die prinzipiell von Anfang an gegen Nazismus und gegen Faschismus ausrückten. Zum Beispiel auch die Erniedrigung derjenigen Kräfte, die während des Bürgerkriegs in Spanien den Faschismus zu stoppen versucht haben.

Das ist unentbehrlich für die Wiederherstellung des Faschismus. Warum? Denn, wenn man nicht versucht, zu zeigen, dass die Faschisten das Böse bekämpften, so ist es unmöglich, all die Opfer zu rechtfertigen, die eigentlich vom Faschismus/Nazismus hervorgerufen wurden. Deshalb ist das Wesentliche, was diejenigen tun, die versuchen, den Faschismus/Nazismus reinzuwaschen, ist der Versuch zu zeigen, dass er (Faschismus/Nazismus) gegen ein anderes Böse gekämpft hatte. Und zwar, nicht gegen ein kleineres Böse, sondern, womöglich, ein noch größeres. Deswegen ist jeder Versuch, Hitler und Stalin gleichzusetzen, jeder Versuch, Kommunismus und Nazismus gleichzusetzen – dies alles ist auf das Schönreden des Nazismus gerichtet.

Das heißt eigentlich, auf das Verwaschen des Bildes dessen, dass der Nazismus für die normale Entwicklung der Menschheit überhaupt nicht akzeptabel ist.

 

Frage über den Vergleich von Hitler mit Stalin und des Naziregime mit der Sowjetordnung. Dabei die Akzentuierung des „Holodomors“ als gezielte Ausrottung des ukrainischen Volkes.

In letzter Zeit wird es mehr und mehr populär die Taten des Hitlers und des nazistischen Regimes mit den Taten der sowjetischen Politik zu vergleichen. Um solche Vergleiche zu rechtfertigen, wird dem Stalin unter anderem der "Holodomor" als gezielte Vernichtung des ukrainischen Volkes oft zugeschrieben. Es geschieht also eine zielgerichtete Politisierung der Hungersnot der Jahre 1932-1933. Was können Sie darüber als Fachmann sagen?

 Video - Teil 6

Der Versuch, der Sowjetunion und dem Stalin den zielgerichteten Genozid des ukrainischen Volkes in Form des „Holodomors“ zuzuschreiben ist, natürlich, völliger Unsinn.

Lassen Sie uns damit beginnen, dass in diesen Jahren gab es Hunger in Polen und Hunger gab es in den Vereinigten Staaten. Es ist schwer vorstellbar, dass Stalin auch dorthin „langte“. Außerdem umfasste der Hunger in der Sowjetunion nicht nur das Territorium der Ukraine, sondern auch das der Wolgagebiete und des Kasachstan. Dabei gab es die meisten Opfer des Hungers just in Kasachstan.

Sich vorzustellen, dass die sowjetische Führung die Kasachen mit den Ukrainern verwechselte, ist auch hinreichend schwierig.

Schließlich, genügt es, anzuschauen, welche Maßnahmen die sowjetische Führung zur Bekämpfung des Hungers unternahm. Zum Beispiel: Einstellung der Getreide-Ausfuhr, die Versuche Getreide im Ausland einzukaufen, die, übrigens, von westlichen Mächten blockiert wurden – in erster Linie von England.

Die Suche nach dem Ausweg, das zur Verfügung-Stellen des Aussaat-Fonds für die Bauern – all dies zeigt, dass es keinen zielgerichteten Genozid gab. Es gab, im Gegensatz, einen Versuch, den „Holodomor“ zu bekämpfen, der sowohl durch Fehler im Wirtschaften, als auch – was wichtig ist – durch zwei Jahre der Missernte in Folge hervorgerufen wurde.

Dabei wurden diejenigen, die am irrationalen, unrichtigen Wirtschaften schuldig waren, das heißt daran, was das Problem des „Holodomors“ verschlimmerte, bestraft.

Zum Beispiel, wurden die Schuldigen am „Holodomor“ im Norden Kasachstans hingerichtet. Dies ist, im Allgemeinen, auch sehr schwierig, zum Genozid des ukrainischen Volkes hinzuzuzählen.

 

Im lettischen Film „The Soviet Story“ wird die Information vermittelt, dass „zwischen 1937 und 1941 in der Sowjetunion 11 Millionen Menschen den Repressionen ausgesetzt wurden“.

Nun, den Repressionen wurden weniger ausgesetzt, obwohl die Zahlen vergleichbar sind: etwa 9–10 Millionen.

Das Problem liegt nicht darin, wie viele Menschen den Repressionen ausgesetzt wurden, sondern darin, dass die Menschen die Bedeutung des Worts „Repression“ nicht verstehen.

„Repressionen“ sind die außergerichtlichen Maßnahmen, die gegen eine Bevölkerungsgruppe nach einem formalen Merkmal unternommen werden.

Was ist das, wenn man dies in die Menschensprache übersetzt? Angenommen, der Mensch trinkt am Steuer, das heißt, er setzt sich betrunken ans Steuer, man entzieht ihm den Führerschein für immer. Dies ist Repression, weil das nicht nach dem Gerichtsbeschluss geschieht: Dies passiert automatisch. Er kann dies im Gericht nur bestreiten.

Wenn Pädophilen es verboten wird, in der Schule zu arbeiten, ist es auch eine Repression. Das heißt, er stellt eine potentielle Gefahr für die Kinder dar – so wird über ihn ein Berufsverbot verhängt. Dies ist eine Repression.

Und von solchen Repressionen gibt es viele. Sie existieren immer.

Es wird versucht zu zeigen, dass „Stalins Repressionen“ sind speziell Tötungen von Menschen. Tatsache ist, dass bei einer großen Anzahl an den Repressionen ausgesetzten – 9–10 Millionen Menschen – von den Erschossenen gab es um Größenordnungen weniger.

Mit anderen Worten gab es in der ganzen Zeit der Sowjetunion (der sogenannten Stalins Sowjetunion) 800 (achthundert) Tausend Todesurteile, von denen 680 (sechs hundert achtzig) Tausend auch vollstreckt wurden. Dabei hatte die Mehrzahl (überwältigende Mehrzahl) dieser Urteile nichts mit den Repressionen zu tun.

Das heißt, es wurden Kriminalverbrecher hingerichtet. Das heißt, es wurde der Höchstmaß des sozialen Schutzes umgesetzt.

Und man kann sie keinesfalls mit den Repressierten gleichsetzen.

Andererseits, haben die Menschen, die nach ihrer sozialen Herkunft oder weil sie irgendwann antisowjetische Propaganda betrieben haben, Berufsverbote bekamen oder Verbote auf die Niederlassung in der Hauptstadt – dies waren die Repressionen ausgesetzten, dies waren die Repressionen.

Und unter solche Repressionen, die nicht einmal mit der Haft endeten, sind einige Millionen Menschen geraten, das heißt, die Mehrheit der den Repressionen ausgesetzten – das sind eben Menschen, die in irgendwelchen Rechten wegen ihrer Beziehung zur irgendwelchen Gruppe eingeschränkt wurden.

 

 Video - Teil 7

Außerdem, wurden Repressionen nicht nur in der Sowjetunion angewandt, sie wurden in praktisch jedem Land der Welt eingesetzt. Zum Beispiel, während der berühmten „Hexenverfolgung“ erfuhren in den USA bereits in der Nachkriegszeit mehr als 5 Millionen Menschen Repressionen. Eigentlich ist die Zahl mit der zur Stalins Regierungsperiode vergleichbar, aber das passierte nicht über mehr als 20 Jahre, sondern buchstäblich innerhalb der 2 Jahre.

Das heißt, die Mitarbeiter wurden am Lügendetektor geprüft. In dem Fall, wenn sie mindestens eine der Fragen aus der Liste falsch beantworteten, wurden sie gefeuert. Von den Staatsangestellten (Beamten) wurden 4,5 Millionen überprüft. Die Mitglieder der kommunistischen Partei der USA bekamen Berufsverbote in bestimmten Berufen. Sagen wir mal, sie konnten nicht Beamte werden und konnten nicht unterrichten.

Das waren auch Repressionen. Dazu waren das gerade die Massenrepressionen – und Repressionen streng nach dem politischen Motiv.

 

 

Im lettischen Film „The Soviet Story“ wird behauptet, dass „Stalin sich geweigert hatte, der Anti-Hitler-Koalition beizutreten“. Erzählen Sie bitte, wie es in Wirklichkeit war?

 

Video - Teil 8

An sich genommen, konnte die Sowjetunion vor dem Beginn des Zweiten Weltkriegs sich nicht weigern, der Anti-Hitler-Koalition beizutreten, da diese nicht existierte.

Es existierte vielmehr ein Verein, ein ziemlich großer, von Bewunderern des Nazideutschlands und des Hitlers.

Und die Staaten, die im Jahre 1939 Feinde des Hitler-Deutschlands wurden, waren noch im Jahre 1938 seine glühenden Freunde. Zum Beispiel Polen, das als Opfer dargestellt wird, beteiligte sich zusammen mit Nazideutschland an der Aufteilung der Tschechoslowakei. Nun, zusammen mit Ungarn.

Großbritannien, das oft als Hauptzentrum des Kampfs gegen Nazideutschland dargestellt wird, hat im Jahre 1935 mit Hitler das deutsch-britische Kriegsflottenabkommen unterzeichnet, das Deutschland erlaubte, die Versailles Restriktionen in Hinblick auf die Aufrüstung auf See umzugehen, und das zuließ, dass Deutschland eine mächtigere und modernere Flotte als Frankreich baut.

Zu diesem Zeitpunkt von irgendwelcher „Anti-Hitler-Koalition“ zu sprechen wäre völlig absurd.

Das einzige Land, das sich tatsächlich für die Bildung einer Anti-Hitler-Koalition einsetzte, war eben die Sowjetunion, die Versuche unternahm, ein Sicherheitssystem in Europa zu schaffen – ein globales Sicherheitssystem.

Auf einer Etappe bekam die Sowjetunion Unterstützung von Frankreich, aber der Premier-Minister Frankreichs, der eigentlich der Hauptbefürworter dieser Idee war, wurde getötet.

Und im Weiteren scheiterten alle Gespräche über die Schaffung eines gemeinsamen Sicherheitssystems, die von der Sowjetunion initiiert wurden: Dies ist zum Einen die tragödisch bekannte Mission von Lord Drax (Admiral Drax wurde auf königlichen Erlass geadelt, als er ergänzend zu seinem eigenen Familiennamen den Familiennamen seines Großvaters mütterlicherseits bekam, damit das Geschlecht wegen der Abwesenheit männlicher Nachfolge nicht unterbrochen wird. Aber er war nicht Mitglied des House of Lords und kein Lord von Geburt an. Anm. B. W. Julin.) in die Sowjetunion, als die Vertreter der englischen und der französischen Delegation nicht befugt waren, konkrete Abkommen zu unterzeichnen; dies ist zum Anderen eine haarsträubende Einstellung Polens, das, ungeachtet der in erster Linie just ihm drohenden Gefahr, jegliche Varianten der Passage sowjetischer Truppen durch sein Territorium für ein Krieg gegen Deutschland strikt ablehnte.

Deswegen ist es einfach nur Nonsens, zu sagen, dass die Sowjetunion sich geweigert hatte, einer Anti-Hitler-Koalition beizutreten: Es ist nämlich unklar, wohin sie sich eigentlich geweigert hat beizutreten.

 

Video - Teil 9

Ein wenig überraschend ist das permanente Stöhnen der Vertreter baltischer Staaten darüber, dass im Jahre 1940 die Sowjetunion ihre jungen Volksdemokratien der Souveränität beraubte, dass dies bloß Besatzung war, die deren demokratischen Weg zu Ende brachte.

Hier kann das Schicksal Estlands als ein gutes Beispiel dienen.

Konstantin Päts, der an der Führung Estlands beginnend seit 1918 mitwirkte, arrangierte im Jahre 1934 einen Militärputsch, beendete die Tätigkeit des Sejm (des Parlaments – A.d.Ü), verbot die Aktivität aller politischen Parteien. Ab dem Jahre 1937 erklärte er sich zum Protektor Estlands.

Wenn dies Demokratie ist, dann ist es unverständlich, warum denen die Sowjetunion nicht gefällt.

 

 

Wie viele Truppen (Divisionen) gab es an der Ostfront zur Zeit der Eröffnung der Westfront, wie viele Truppen standen den brittisch-amerikanischen Truppen in der Normandie gegenüber?

Video - Teil 10

Genau genommen, wurde die Westfront erst dann eröffnet, als die Deutschen bereits keine strategische Offensive der sowjetischen Truppen an der Ostfront mehr stoppen konnten.

Das heißt, die berühmte Panther-Stellung („Ostwall“) Deutschlands, entlang des Flusses Dnepr verlaufend, war durchbrochen, die deutschen Streitkräfte in der Ukraine waren geschlagen,

die sowjetischen Truppen erreichten die ehemalige Grenze der Sowjetunion. Und zu diesem Moment eröffnen die Verbündeten in Europa im Jahre 1944 in der Normandie die Westfront.

Warum haben sie es getan? An sich genommen, hat dies tatsächlich die Verluste der Sowjetunion gemindert, das hat die Befreiung Europas beschleunigt und es beschleunigte den Fall des Nazi-Regimes.

Aber zu diesem Zeitpunkt war der Fall des Nazi-Regimes absolut vorprogrammiert, und ganz bis zum Ende des Kriegs blieben die Hauptkräfte der Nazis gegen die Sowjetunion gerichtet.

Die Briten und Amerikaner selbst eröffneten jedoch die Westfront im Jahre 1944, meiner Meinung nach, im Wesentlichen deswegen, um an der Aufteilung Europas nach dem Krieg teilzunehmen das heißt, um für sich die Einflussbereiche zu sichern, den Schutz eigener Interesse zu sichern.

Ursprünglich haben sie sich dazu verpflichtet, die Westfront noch im Jahre 1942 zu eröffnen, aber sie weigerten sich, dies zu tun, sich auf die fehlende Bereitschaft verweisend. Nun, sie führten eine Landung nahe Dieppe durch, die scheiterte und, sich darauf verweisend, verweigerten sie die Eröffnung der Westfront.

Danach versprachen sie die Eröffnung der Westfront im Jahre 1943 und weigerten sich wieder, dies zu tun. Dabei haben sie strategische Landeoperationen durchgeführt, und noch dazu mit großen Kräften. Dies waren die Operationen in Nordafrika, dies war die Landung auf Sizilien, aber all dies waren zweitrangige Operationen, die die Lage der Kräfte Englands und Frankreichs ohne ernste Risiken und ohne ernste Gefechte verbesserten.

Deswegen ist es praktisch unmöglich, allgemein die Rolle der Westfront mit der Rolle der Ostfront speziell für Deutschland zu vergleichen. Deutschland ist gerade im Krieg gegen die Sowjetunion geschlagen worden.

 

 

Wie hoch waren die Verluste der sowjetischen Streitkräfte und, gesondert, die Verluste unter der Zivilbevölkerung der UdSSR? Um wieviel übertreffen die Verluste unter der Zivilbevölkerung diejenigen der Armee und der Flotte? Wie ist das Verhältnis bei den selben Verlusten (Streitkräfte und Zivilbevölkerung) bei den Deutschen und deren Verbündeten? Wie kommt das?

Video - Teil 11

Eigentlich sind die Gesamtverluste der Sowjetunion ziemlich gut bekannt. Es sind ungefähr 27 Millionen Menschen. Von denen sind fast 20 Millionen Zivilbevölkerung, Nichtkombattanten.

Kriegsverluste der Sowjetunion stellen etwa 8,5 Millionen Menschen dar.

Dabei ist ein wesentlicher Teil – selbst beim Militär – bei uns ist dadurch zustande gekommen, dass eine enorme Anzahl der unserer Kriegsgefangener in deutscher Gefangenschaft verstarb.

Was die Zivilbevölkerung angeht: Die Deutschen praktizierten den Völkermord (den Genozid) gegen die sowjetische Bevölkerung noch in den Kriegsjahren, obwohl das Hauptanteil des Völkermords bei denen erst für die Zeit nach deren Sieg vorgesehen war.

Zum Beispiel, konnten die SS-Verbände und die deutschen Besatzungsmächte nur im Jahre 1941 und nur in der Ukraine über die Vernichtung von mehr als 300 Tausend Juden berichten; nur im belagerten Leningrad starben oder wurden durch den Beschuss fast 1,5 Millionen Menschen getötet; die Deutschen berichteten über die Vernichtung von 1,5 Millionen Partisanen und von 4 Millionen Partisanenhelfern.

Das heißt, die Verluste bei der Zivilbevölkerung der Sowjetunion sind enorm. Sie sind weder mit den Verlusten bei der Zivilbevölkerung in Deutschland, in der Zeit, als die sowjetischen Streitkräfte auf dem deutschen Boden kämpften, noch mit den Verlusten anderer Länder, als die deutschen Streitkräfte auf deren Territorium Kämpfhandlungen geführt hatten, zu vergleichen. Nun, wenn man von den westlichen Ländern spricht.

Die Bevölkerung Polens wurde, zum Beispiel, sehr stark dezimiert, das heißt, auf dem Territorium Polens haben die Deutschen auch Völkermord praktiziert.

 

 

Entspricht der Wahrheit die Meinung, dass gegen unser Land nicht nur Deutschland, sondern das ganze vereinigte Europa auftrat?

Video - Teil 12

Die Behauptung, dass gegen uns nicht nur Deutschland, sondern das ganze vereinigte Europa den Krieg führte, entspricht nicht ganz der Wirklichkeit. Das heißt, ja, gegen uns kämpften nicht nur Deutsche. Einen wesentlichen Teil der Deutschen Streitkräfte bildeten Verbündete Deutschlands. In der SS gab es viele Repräsentanten anderer Völker Europas: Norweger, Dänen, Franzosen, Belgier.

Aber das war nicht ein Handeln des eben vereinigten Europas gegen die Sowjetunion. Das war das Benutzen der Ressourcen des besetzten Territoriums, das Benutzen der Ressourcen der unterworfenen Völker dafür, um gegen diejenigen zu kämpfen, die noch nicht unterworfen worden sind.

Dies ist die allgemeine Praxis seit der antiken Zeit und solche Ressourcen werden immer genutzt.

Davon zu sprechen, dass just das vereinte Europa die Sowjetunion angriff, darf man nicht. Die Sache ist, dass es kein vereintes Europa damals existierte und eigentlich war bei weitem nicht das ganze Europa faschistisch oder nazistisch.

Das heißt, in Europa gab es zu dieser Zeit auch eine genügend starke kommunistische antifaschistische Bewegung.

 

 

Welches Territorium wurde besetzt und warum wurde es besetzt? Welche waren die neuen Methoden der Führung eines mobilen Kriegs, des „Blitzkriegs“, die die Wehrmacht damals angewandt hatte, mit deren Hilfe sie ganz Europa eroberte, bevor sie die UdSSR angriff? In welcher Zeit wurde Europa allgemein erobert und in welcher Zeit der stärkste europäische Gegner – Frankreich? Warum kam dies so?

Video - Teil 13

Zum Zeitpunkt des Angriffs auf die Sowjetunion konnte Hitler den größten Teil des kontinentalen Europa besetzen oder zu Verbündeten machen.

Das heißt, erobert wurden Dänemark, Norwegen, Belgien, Holland, der Norden Frankreichs, Jugoslawien, Polen, Griechenland. Verbündete Deutschlands wurden Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Italien. Im Prinzip freundlich eingestellt waren Spanien und Portugal.

Das heißt, in Europa blieben nur zwei formal neutrale Staaten – die Schweiz, der Schweden – und ein Staat, der gegen Nazi-Deutschland krieg führte – Großbritannien.

Alles andere war in der Macht Nazi-Deutschlands.

Deutschland konnte in ziemlich kurzer Zeit ziemlich große Territorien mit nur geringen Verlusten besetzen dank der Anwendung der Strategie des Blitzkriegs. Das heißt, eigentlich waren dies zur damaligen Zeit die Kriege der neuen Generation.

Mobile Verbände und höheres Niveau der Organisation eigener Streitkräfte nutzend, brachten die Deutschen die gegnerische Truppenleitung durcheinander, gewannen die Vorherrschaft in der Luft, fingen die Kommunikationslinien ab, dem Gegner die Versorgung entziehend. Dank diesem gelang es ihnen den Feind zu zerstören, noch bevor er sein militärisches und industrielles Potential voll ausnutzen konnte.

Das heißt, faktisch musste nicht einmal seriös gegen den Gegner gekämpft werden. Er steigt aus dem Krieg aus, noch bevor er alle seine Ressourcen benutzt hat.

Diese Strategie hat ausgezeichnet gegen Polen funktioniert, dieselbe Strategie funktionierte ausgezeichnet gegen Frankreich.

Frankreich wurde nach zwei Monaten zerschlagen, Polen – nach einem Monat.

Die Verluste waren, sagen wir mal, völlig unbedeutend. Das heißt, eigentlich, hatten die Verluste in Polen kaum die Anzahl einer Division überschritten.

Dieselbe Strategie haben die Hitlerfaschisten auch gegen uns benutzt.

Was hinderte sie dabei, diese zu realisieren? Eigentlich nichts: sie wurde realisiert. Eben deswegen hatten unsere Streitkräfte solch hohe Verluste durch die Gefangenschaft getragen, verloren eine große Anzahl an Technik, weil wiederum die Truppenleitung desorganisiert wurde, der Gegner eroberte die Vorherrschaft in der Luft, der Gegner zerstörte unsere Stäbe, der Gegner nahm die Kommunikations-Hauptknoten ein. Deswegen verloren unsere Truppen die Technik, die ohne Treibstoff und Munition blieb. Die Streitkräfte, der Truppenleitung entzogen, verfielen moralisch, ergaben sich gefangen. Dies ist ein allgemeines Bild der Niederlage im jedem Krieg.

Das heißt, im Falle einer Kriegsniederlage gibt es immer große Verluste als Gefangene, die Leitung ist immer desorganisiert.

Was waren die Unterschiede vom allgemeinen Bild in der Sowjetunion? Nun, dass die sowjetische Führung immer wieder neue Kräfte vorbrachte, dass die Soldaten fortfuhren, tapfer und standhaft zu kämpfen, das heißt, die generelle Demoralisierung der Armee trat nicht ein. Und immer wieder gelang es, die Front zu stabilisieren.

Bei Kiew, bei Smolensk gelang es, die Deutschen für eine ziemlich bedeutende Zeit aufzuhalten. Die Deutschen mussten ihren Blitzkrieg praktisch immer wieder neu starten.

Die Deutschen planten, den Krieg in der Sowjetunion zum Oktober hin zu beenden. Dabei hatten sie es nicht einmal geschafft, zum Oktober den Durchbruch zu den wirklich strategisch wichtigen Zentren der Sowjetunion zu gewähren. Das heißt, sie begannen erst mit der Planung der Operation „Taifun“ für die Offensive gegen Moskau.

Mit anderen Worten, ungeachtet großer Verluste, ungeachtet der schwersten Kämpfe, hat die Rote Armee es gekonnt, den Plan der Deutschen zu zerstören und den Krieg in die dauerhafte Form zu überführen. Der Krieg in der dauerhaften Form war für Deutschland absolut perspektivlos und, im Prinzip, wurde dies offensichtlich nach der Niederlage der Deutschen bei Moskau, als es vollends klar geworden ist, dass die Deutschen nicht imstande waren die Sowjetunion in kurzer Zeit zu besiegen.

Das heißt, die Schlacht bei Moskau – das ist der Winter der Jahre 1941/1942 – das ist der Wendepunkt des ganzen Zweiten Weltkriegs: An jenem Zeitpunkt wurde das rapid expandierende Dritte Reich – eben diese erfolgreiche deutsche Aggression – sie wurde aufgehalten.

Was es wiederum den Gegnern Deutschlands ermöglichte, nun mit voller Kraft den Krieg zu führen.

 

 

Warum kämpfen die gegenwärtigen jüdischen Organisationen nicht mit den Neofaschisten, mit den SS-Märschen  in Baltikumländern, warum schlagen sie keinen Alarm? Und wo sind die leidenschaftlichen, unerbittlichen Nazijäger nach der 50er-80er Jahre?

Video - Teil 14

Sie kämpfen wahrscheinlich deshalb nicht, weil die  gegenwärtigen Neonazis, die Juden nicht zum Hauptübel erklären und nicht dazu aufrufen ausgerechnet die Juden zu vernichten.

Und die die mit den Nazis in den 50er- 80er Jahren gekämpft haben, sie  kämpften gerade mit denen, die Juden getötet haben. Die derzeitigen Nazis töten gerade noch nicht.

 

Welche Folgen für Europa und die ganze Welt wird die Gleichstellung des Kommunismus und des Faschismus, sowie die Politik dieser Art haben?

Nun, im Grunde genommen hat die Gleichstellung des Kommunismus und des Faschismus ein durchaus konkretes Ziel: Damit kann man das Verbot der kommunistischen Ideologie einführen.

Die kommunistische Ideologie im Unterschied zur faschistischen (zur nationalsozialistischen) ist im wahrsten Sinne tödlich gefährlich für die kapitalistische Welt. Und sie für gesetzwidrig zu erklären, sie bewusst für kriminell zu erklären wird den Kampf mit ihr erleichtern, erleichtert die künftige Weiterentwicklung des Kapitalismus, stellt eine umso effektivere Schichtung der Menschen nach Vermögensmerkmalen, nach Vermögenszensus sicher.

Dabei wird dass nicht so sehr gemacht, um Faschismus reinzuwaschen. Diese Gleichstellung hat ein ganz klares Ziel: ein Kampf speziell mit der  kommunistischen Ideologie.

Das heißt, der Kommunismus ist nach der Meinung des Westens, prinzipiell nicht zuzulassen.

Deshalb werden übrigens auch alle möglichen kommunistischen Bewegungen erschaffen, die mit dem Kommunismus nichts gemeinsames haben. Deshalb hat es, zum Beispiel Kwaśniewski, für eine gewisse Zeit geschafft, in Polen (in einem völlig kapitalistischen Land) ein kommunistischer Präsident zu sein.

 

 

Wie ist Ihre Stellungnahme gegenüber der Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen (General Assembly of the United Nations) unter der Nummer A/RES/64/147, A/RES/66/143, die jedes Jahr aufs neue abgestimmt wird, wo es um die "Unzulässigkeit bestimmter Praktiken, die zum Schüren zeitgenössischer Formen des Rassismus, der Rassendiskriminierung, der Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängender Intoleranz beitragen" geht? Warum stimmen jedes Jahr immer mehr Länder gegen diese Resolution?

Video - Teil 15

Nun dass ist ein völlig natürliches Phänomen. Es geht darum, dass heutzutage die grundlegenden Probleme mit denen Europa (und nicht nur Europa) konfrontiert ist, sind demografische Probleme. Dass heißt, das Problem der illegalen Migration, der Einwanderer aus anderen Ländern. Bei der heutigen Politik des Multikulturalismus, der Toleranz, die gerade in den Nachkriegsjahren aufkam, ist die Begrenzung des Zustroms dieser Menschen, ihres Einfließens in die Westliche Gesellschaft, praktisch unmöglich.

Doch wie es so heißt: “Das Ferkel ist klein, es wir nicht für alle reichen“. Das heißt, je mehr Menschen aus Afrika, aus Asien nach Frankreich oder Deutschland ziehen, desto größer wird die Anzahl der Menschen mit denen die materiellen Güter geteilt werden müssen, und zwar diese Güter, die Westeuropa durch die Kontrolle eines bedeutenden Teiles der übrigen Welt besitzt.

Wenn man es mit einer größeren Anzahl der Menschen teilen muss, dann bekommt jeder entsprechend weniger, womit die Bevölkerung Europas aufs äußerste unzufrieden ist. Gerade die alte Bevölkerung, die einstige Bevölkerung.

Darüber hinaus ist die Bevölkerung überaus unzufrieden damit, dass die zuziehenden Menschen ihre eigenen kulturellem Traditionen haben, die Besonderheiten, die mit ihren eigenen Vorstellungen vom Verhalten des zivilisierten Menschen oft nicht zu vereinbaren sind.

Das heißt, man kann das im Prinzip verstehen. Doch man kann entweder die Menschen umerziehen, man kann ihre Kinder erziehen, oder man kann diese Menschen einfach für nicht vollwertig erklären und sie nicht in sein Land ziehen lassen.

Dass ist viel einfacher und viel schneller. Deshalb erheben sich die Nationalistischen Parteien immer mehr, und deshalb stimmen zunehmend immer mehr Länder gegen diese Resolution, die gegen Fremdenfeindlichkeit gerichtet ist.

 

 

Zitat: " Das ist das zweite Pearl Harbor. Ich denke nicht, dass ich es übertreibe"[1]. Das sagte der USA-Senator von Nebraska in den Jahren 1997-2009, Chuck Hagel. Die Attacke der Japaner auf  Pearl Harbor wurde zu diesem Impuls, der den USA half in den 2 Weltkrieg einzutreten, und zwar nicht als Aggressor sondern als der Aggression ausgesetztes Land. Die tragischen Ereignisse des 11. September 2001 wurden als "zweites Pearl Harbor" bezeichnet. Gibt es heute Begründungen dafür, die von den Amerikanern als 9/11 genannte Tragödie, die zum Tode von mehreren hunderten Menschen führte, als seiner Art zweiter Reichstagbrand im globalen Ausmaß zu bezeichnen?

Video - Teil 16

Nein. Meiner Meinung nach, kann man explizit die Ereignisse «9/11», dass heißt die Sprengung der Türme, die Vernichtung der Türme in New York mit dem Anzünden des Reichstages nicht vergleichen. Jedoch mit Pearl Harbor kann man das sehr wohl.

Es geht darum dass die Vereinigten Statten in den Krieg eintreten wollten. Sie brauchten es. Sie führten Sanktionen gegen Japan ein. Sie stellten Japan in eine solche Situation, in derer Japan sich nicht mit friedlichen Mitteln über den Ausgang aus den Sanktionen mit den USA einigen konnte. Also, es war (für die USA) nötig, einen Angriff seitens der Japaner zu Provozieren, da die öffentliche Stimmung der Vereinigten Statten gegen eine Kriegsbeteiligung war.

In anderen Worten, das Pearl Harbor war eine tatsächliche Provokation seitens der Amerikaner, auf die sich die Japaner einließen, damit die Vereinigten Statten am Krieg teilnehmen und dabei eine gerechte Miene beim bösen Spiel behalten konnten.

Auf die Art: "Wir sind die unglücklichen Opfer der Aggression, wir antworten nur darauf".

Die Ereignisse des 11. Septembers 2001 sind genauso. Gerade diese Ereignisse erlaubten es den Vereinigten Statten, zum Beispiel, Afghanistan zu besetzen, obwohl Afghanistan selbst und genauso auch die Bewegung der Taliban überhaupt nichts mit den Ereignissen in New York zu tun hatten.

Danach, dieselben Ereignisse nutzend, nur einige Zeit später griffen die Amerikaner den Irak an und besetzten ihn.

Dass heißt, sie bekamen dank dieser Ereignisse (vom 9/11 – A.d.Ü) eine "Carte blanche", um verschiedene Länder anzugreifen, diese unter dem Deckmantel der friedensstiftenden antiterroristischen Operationen zu besetzen und dort die Marionettenregierungen einzustellen.

Also, in dieser Hinsicht ist die Analogie mit Pearl Harbor vollkommen glaubwürdig, und obwohl die Amerikaner darüber im positiven Sinne denken, zeigen die beiden Varianten in Wirklichkeit gerade die Aggressivität der Vereinigten Staaten.

 

 

Ist die Ansicht auf das Problem des dritten Reiches, als auf eine brutale laboratorische Form der westlichen Eliten für die Erarbeitung definierter Modelle einer neuen Gesellschaftsaufstellung gerechtfertigt?

Video - Teil 17

Im Prinzip, gerechtfertigt. Im dritten Reich wurde tatsächlich die optimale, nach westlichen Maßstäben, Gesellschaft der Zukunft erarbeitet.

Nur es ist kompliziert dass als eine neue Gesellschaft zu bezeichnen, im Grunde genommen, existierten derartige Gesellschaften schon in den uralten Zeiten. Das einzig nötige war, diese auf irgendeine Weise, nach der Meinung westlicher Eliten, auf eine zeitgemäße Form, auf eine zeitgemäße Gesellschaft zu übertragen. Also, auf die Gesellschaft die noch dazu im gewissen Ausmaß mit Humanismusideen geladen ist, welche es, zum Beispiel vor 3000-4000 Jahren nicht gab.

Dass heißt, es ist tatsächlich ein Experiment, ein schreckliches Experiment. Doch dabei darf man dieses Experiment nicht zu der Erbauung (Aufstellung) einer neuen Gesellschaft zählen. Es ist der Versuch auf neuem Grund eine alte Gesellschaft wiederzubeleben, eine sehr alte und eine ziemlich grausame Gesellschaft. Angenommen, wie die Gesellschaft des Assyrischen Reiches es war.

 

Gibt es im internationalen zwischenstaatlichen Recht Instrumente, die fähig sind der Vervielfältigung und Aufzwingung von historischen Fälschungen seitens der Massenmedien, Einhalt zu gebieten, oder sind wir völlig wehrlos gegen solcherart informationellen  Terrorismus? Ist es möglich solche Propaganda-Terroristen zur Verantwortung zu ziehen, einschließlich strafrechtlich?

 

Im  internationalen zwischenstaatlichen Recht fehlen solche Instrumente, die fähig wären der Aufzwingung von historischen Fälschungen seitens der Massenmedien, Einhalt zu gebieten. Erstens, weil das Internationale Recht ist, an und für sich das Recht des Stärkeren, wie eigentlich immer und überall. Dass heißt, das Recht wirkt nur dann, wenn jemand existiert der fähig ist, seine Wirksamkeit sicherzustellen.

Wenn die Vereinigten Statten und die Regierungen der westeuropäischen Länder die Absicht haben den Nationalsozialismus zu rehabilitieren und allgegenwärtig den Kommunismus für verboten zu Erklären, also diesen vollkommen zu einer verbrecherischen Ideologie zu verwandeln, so kann ihnen dabei niemand stören. Es existieren keinerlei rechtliche Instrumente dafür.

Die einzige Möglichkeit damit zu kämpfen ist den Menschen die Augen zu öffnen. Das ist erstens die einzige Möglichkeit, und zusätzlich ist sie ziemlich uneffektiv. Warum? Weil es nötig sein wird, den gut vorbereiteten, technisch bestens ausgerüsteten, über bewerte Methoden verfügenden Massenmedien, entgegenzuwirken.

Deshalb ist die einzige Möglichkeit damit zu kämpfen – den Menschen die Augen zu öffnen, wohin dass alles führt.

Und für die Mehrheit führt dass zu einem jetzt noch völlig unvorstellbarem Schrecken. Es geht darum, dass die Gesellschaft die nach dem Kastenprinzip aufgeteilt wird, die Gesellschaft wird nach nationalistischen Merkmalen aufgeteilt, all das führt unausweichlich zu Völkermord und Kriegen. Es ist nie gelungen diesem zu entkommen.

Im Grunde genommen die jetzige Popularität der Idee der "Goldenen Milliarde" im Westen, sie ist genau die Selbe, also es ist genau die selbe nationalsozialistische, faschistische Idee. Dass heißt, eine Milliarde Menschen soll ein gutes Leben haben, das auf Kosten der Beraubung und brutalen Ausbeutung der übrigen Milliarden Menschen basieren wird.

Für denen, die zu dieser "Goldenen Milliarde" gehören, sieht dass sehr verführerisch, sehr interessant aus, so nach dem Motto: "Wir werden in den Ländern leben wo es geräumig und komfortabel ist, wo es keine überflüssigen Menschen geben wird, wir werden den Wohlstand der Zivilisation nutzen".

Allerdings werden diese Menschen nachher nicht so richtig nachvollziehen können, falls diejenigen minderwertigen Untermenschen, die nicht zur Goldenen Milliarde zählen, sie aufspießen oder erhängen werden.

 

 

Also, welche Streitkräfte stürzten sich auf die Hauptgegner Deutschlands im Westeuropa? Und welche Streitkräfte stürzten sich auf die Sowjetunion?

Video - Teil 18

Als die Deutschen bis nach Frankreich vorgestoßen sind, waren ihre Streitkräfte im Westen ungefähr 3 Millionen Mann stark.

Die Englisch-Französisch-Belgisch-Niederländische Kräfte waren bedeutend größer, sie zählten annähernd 4 Millionen Mann.

Und dabei stützten sich diese Kräfte auf die mächtigste Befestigungslinie der Welt – auf die „Maginot-Linie“. Wobei die „Maginot-Linie“ sowohl einen französischen Teil entlang der französisch-deutschen Grenze, als auch einen Belgischen Teil hatte.

Dementsprechend war die sogenannte „Belgische Maginot-Linie“ eine Befestigungslinie zwischen den Festungen Lüttich und Namur. Und das alles stützte sich weiterhin auf die „Festung Holland“, die auf den weitläufigen künstlichen Überflutungsgebieten ruhte.

Das heißt, die Deutschen griffen mit geringeren Kräften (sie besaßen aber natürlich die Überzahl der Luftstreitkräfte) einen gut befestigten Feind, mit dem sie sich schon seit einem Jahr im Kriegszustand befanden, an.

Und dabei kapitulierte die „Festung Holland“ am zehnten Tag. Dafür reichte die deutsche Zerbombung Rotterdams, damit bei den Niederländern jeglicher Wille zum Widerstand verlorenging.

Belgien hielt nicht viel länger stand. Frankreich war nach einigen Monaten vollkommen am Boden zerschlagen, es ergab sich vollständig.

England konnte sich deshalb halten, weil es die Oberhand auf dem Meer hatte. Es befand auf sich auf einer Insel und war durch den Ärmelkanal vom Kontinent getrennt, das bedeutete, die Deutschen konnten mit ihren Landstreitkräften einfach nicht angreifen. Solche waren die Aktionen der Deutschen im Westen.

Die Sowjetunion griffen die Deutschen mit bedeutend größeren Kräften an, das heißt, die Kräfte der Deutschen und deren Verbündeten überstiegen die Zahl von 5 Millionen Mann.

Zum Zeitpunkt des deutschen Überfalls zählten die Kräfte der Roten Arme 2,9 Millionen Mann. Die Befestigungen an der Deutsch-Sowjetischen Grenze waren dabei noch nicht fertig, und die Deutschen hatten plötzlich und ohne Kriegserklärung angegriffen.

Dass heißt, dass die Deutschen die Sowjetunion als einen viel ernsthafteren Gegner, als alle westlichen Länder zusammen betrachteten und bereiteten sich auf den Überfall viel ernsthafter vor.

Denn ganzen Krieg hindurch hielten die Deutschern an der Deutsch-Sowjetischen Front die Truppenkräfte in der Zahl von 5 bis 6 Millionen Mann. Gemeint sind sowie deutsche Truppen, als auch deren Verbündete.

Dabei waren auch die Truppenkräfte der deutschen Verbündeten durchaus zahlreich. Zum Beispiel, bei Stalingrag die fünf Armeen der Armee Gruppe B (diejenige Gruppe, die eigentlich die Schlacht von Stalingrad von deutscher Seite führte) bestanden aus zwei deutschen Armeen, zwei rumänischen Armeen, der italienischen Armee und den ungarischen Streitkräften.

Dass zeigt die Teilnahme anderer Länder in dieser größten Schlacht des Großen Vaterländischen Krieges.

Man sieht, dass der Großteil der deutschen Streitkräfte immer gegen uns (an der Ostfront – A.d.Ü) konzentriert war. Darüber hinaus gibt es einen verbreiteten Mythos darüber, das die Sowjetunion die Deutschen mit Leichen überhäufte, das heißt die Sowjetunion nutzte seinerseits kolossale, gewaltige Menschenmassen, wobei auf der Gegenseite nur wenige, aber dafür fähige und gut ausgerüstete Deutsche kämpften. Das ist einer der abscheulichsten und zugleich gefährlichsten Mythen.

In Wirklichkeit hatte die Sowjetunion trotz des riesigen Territoriums, was man auf der Landkarte sehen kann, eine Bevölkerungszahl, die kaum größer war als die von Deutschland.

Die Bevölkerung des Dritten Reiches betrug zum Sommer 1941, 114 Millionen Menschen. Dies ohne die Verbündeten und ohne die besetzten Territorien: Nur das eigene Territorium des Dritten Reiches, also das Territorium auf dem die Kriegsmobilmachung stattfand.

Die Bevölkerung der Sowjetunion betrug 190 Millionen Menschen, scheinbar um einiges größer, doch in Wirklichkeit, bei der Berücksichtigung der Verbündeten Deutschland, glich sich das Verhältnis aus. Aber das größte Unglück der Sowjetunion lag jedoch darin, dass ein bedeutender Teil des Territoriums bereits zu Kriegsbeginn besetzt würde, das heißt, unter Besatzung befanden sich insgesamt bis zu 78 Millionen Menschen.

Mit anderen Worten, im Verlauf des Großteiles des Krieges, ausgerechnet dieser Jahre als die Sowjetunion praktisch im Alleingang gegen  Deutschland kämpfen müsste, waren die menschlichen Ressourcen des Dritten Reiches und dessen Verbündeten größer, als die menschlichen Ressourcen der Sowjetunion.

Genau deshalb konnte die Sowjetunion, schon vom Prinzip her, nicht den Sieg erringen indem sie den Feind mit Leichen überhäufte hätte. 

Mit anderen Worten, es war nötig verzweifelt, gekonnt, trotz schrecklicher Verluste, aber eben zu kämpfen.

 

 

Was ist jetzt der Faschismus und was ist der Nationalsozialismus?

 Video - Teil 19

Hier wird es wahrscheinlich besser sein damit anzufangen, was überhaupt ein Staat ist.

Der Staat ist die höchste Überlebensform der Gesellschaft (eines Soziums). Ein einzelner Mensch ist völlig wehrlos, er ist hilflos: Irgendein vorbeilaufender Wolf kann einen einsamen Menschen fressen.

Wenn Menschen zu einer Familie vereint sind, dann können sie gemeinsam schon irgendwelchen Problemen widerstehen: Sie können ein großes Tier niederwerfen, sich gegen den Wolf währen, ein Haus bauen.

Doch bei jedem größerem Problem sind sie hilflos, sie können sich nicht gegen irgendeinen Angriff anderer Menschen währen, können nicht Naturkatastrophen oder sogar einem herkömmlichen Brand widerstehen.

Wenn die Menschen zu einer Sippe vereint sind, können sie schon dem meisten Unheil widerstehen, doch sie können keinen ernsthaften Naturkatastrophen widerstehen, sie können auch nicht den Massenangriffen anderer Menschen widerstehen.

Der Stamm kann schon fast alle Aufgaben lösen, doch er ist völlig hilflos gegenüber einem Staat. Der Staat, der eine viel effektivere Nutzung von riesigen menschlichen und materiellen Ressourcen ermöglicht, stellt den Menschen über die Natur. Er stellt die Menschen die im Staate leben höher, als die Menschen die nicht im Staate (also in Sippen und Stämmen) leben.

Doch der Staat selbst kann als höchste Form des Überlebens einer Gesellschaft (eines Soziums) auf verschiedene Arten aufgebaut sein, dass heißt einige Staaten sind lebensfähiger, die anderen weniger lebensfähig.

Am effektivsten sind die Staaten, die es erlauben, all die Überschüsse die von dem Menschen im Staate produziert werden, maximal zu nutzen. Die es erlauben die menschlichen, finanziellen und materiellen Ressourcen zu akkumulieren.

Genau deshalb war so ein rasantes Wachstum der Sowjetischen Wirtschaft sichergestellt. Das heißt, ein sozialistischer Staat der die kommunistische Ideologie nutzte, nutzte auch ein nichtmarktwirtschaftliches System der Ressourcenverteilung, was die Nutzung riesiger menschlicher und materieller Ressourcen erlaubte, was die Realisierung aller Ziele erlaubte die dem Staat nötig sind. Hieraus resultieren die gewaltigen Baustellen, der Wohnungsbau, die Elektrifizierung des Landes, die Errichtung einer mächtigen Industrie.

Der Westen, als noch im Ersten Weltkrieg mit diesem Problem, also mit der Möglichkeit der Akkumulation von Ressourcen, konfrontiert, konnte der schnell wachsenden Stärkte der Sowjetunion nur den Faschismus entgegenstellen.

Dabei kam der Faschismus erstmalig nicht in Deutschland auf, es kam aus Polen und Italien her.

Die Bezeichnung des Faschismus kommt vom Italienischen Wort "fascio", was soviel bedeutet wie ein Rutenbündel, das die Liktoren mit sich trugen. Liktoren waren die richterlichen Vollstrecker im alten Rom, die faktisch die Herrschaft des Konsuls demonstrierten, also den Konsul begleiteten. Das war die richterliche Herrschaft des republikanischen Roms.

Der zentrale Slogan der Faschisten war, übrigens dem Sozialismus und dem Kommunismus ziemlich ähnlich: "Solange wir Eins sind, sind wir unbesiegbar". Es beruhte darauf, eine einzige Rute des Bündels kann man herausnehmen und sie leicht brechen, denn ganzen "fascio" kann selbst der stärkste Mensch nicht brechen.

Doch worin war der Unterschied  des  Faschismus von der kommunistischen  Ideologie? Der Faschismus war auf dem Individualismus jedes einzelnen Menschen aufgebaut, doch dieser Mensch zählte zu einer Gemeinschaft auf seiner Ebene (seinem Status entsprechend), unterordnete sich einem bestimmten Führer, welcher von dieser Gemeinschaft hervorgehoben oder von außen gestellt würde. Das Wesen des Faschismus war gerade das Vorhandensein von Führern aller Ränge, vom kleinen Führer bis zum Großen Führer.

Es ist überhaupt keine republikanische Form der Herrschaft, es gibt also keine kollektiven Entscheidungen oder so etwas ähnliches. Die Führer entscheiden für uns alles.

Dabei gibt es für jeden Rang mit Status eigene unterstehende Organisationen, eigene Führer, die sich den höherstehenden Organisationen unterordnen. 

Also von der Gleichheit der Menschen kann hier keine Rede sein. Hier ist die Rede von der Vorherrschaft des Staates gegenüber dem Menschen.

Der Nationalsozialismus (Nazismus) ist im Grunde genommen ein zusammengewachsen des Nationalismus, welcher ein Verwandter vom Rassismus ist. Also die Aufteilung der Menschen nach Sorten, abhängig von ihrer Herkunft. Dass heißt, die Weißen seien die Rasse der Herren, die Schwarzen seien die Rasse der Sklaven, so war der alte Rassismus.

Im Nationalsozialismus ist es im Wesentlichen das Selbe: Es gibt die Menschen einer hochwertigeren Sorte, höherartige Menschen und Menschen der ersten Sorte, dann die Menschen der zweiten Sorte und gar das Fehlerzeugnis   (so betrachtete man zum Beispiel die Juden).

Dass bedeutet, der Nationalsozialismus ist in diesem Fall eine noch extremere Art des Rassismus, die noch mehr als der Rassismus die Gruppe der sogenannten "vollwertigen Menschen" verkleinert.

Die Verbindung des Nationalsozialismus mit den Faschismus gebar das,  was wir als Drittes Reich, als faschistisches Deutschland kennen. Dass heißt, der Struktur nach – Faschismus, der Ideologie nach – Nationalsozialismus.

Was gab eigentlich dieser Nationalsozialismus den Deutschen selber? Er gab ein starkes Gefühl der Befriedigung, das heißt, wenn du als Deutscher geboren bist, wenn dein Vater und deine Mutter Deutsche sind, dann bist du von vornherein ein Mensch einer höheren Sorte. Du bist besser als andere Menschen. Es schmeichelte zusehends dem Ehrgeiz des durchschnittlichen, nicht viel nachdenkenden Bürgers.

Darüber hinaus legitimierte das die verschiedensten Handlungen, die gegen Vertreter anderer Nationalitäten gerichtet waren. Wenn zum Beispiel, ein Judenpogrom begangen wurde, so ging der Besitz eines deutschen, bzw. nicht deutschen jüdischen Staatsbürgers von Deutschland, angenommen eines Schusters oder Bäckers, an die Deutschen Täter über.

Das bedeutet die Aneignung fremder Geschäfte, die Aneignung vom fremden Eigentum, Warum? Weil das Untermenschen sind, sie verraten die Interessen Deutschlands und dies alles sollte echten Deutschen gehören.

Also, liegt der entscheidende Punkt des Nationalsozialismus darin – und deshalb darf man auch den Nationalsozialismus nicht als Sozialismus bezeichnen – dass der Nationalsozialismus eine spezifische Art der sozialen Gerechtigkeit nur für die Angehörigen der eigenen Nation vorsieht, was geschieht auf Kosten der Umverteilung der Ressourcen von anderen Nationen an die Angehörigen der eigenen Nation. Der normale Sozialismus, der eben kein Nationalsozialismus ist, sieht hingegen das Erreichen der sozialen Gerechtigkeit, das Erringen der sozialen Gerechtigkeit auf Kosten der Umverteilung der materiellen Güter innerhalb der gesamten eigenen Gesellschaft, vor. Das heißt, zwischen den angehörigen der selben Gesellschaft und nicht auf Kosten derer, die man als Untermenschen betitelt habe.

Deshalb hat der Nationalsozialismus keinen Bezug zu der kommunistischen Ideologie, nicht einmal zum Sozialismus. Es gibt nur bestimmte rein äußerliche Ähnlichkeiten.

Es ist ungefähr das selbe Maß der Ähnlichkeit, wie zwischen einem Steinpilz im Wald und einem Fußpilz. Das heißt, irgendwie ist sowohl das eine, als auch das andere ein Pilz, doch es sind völlig unterschiedliche Dinge.

Und wo liegt die Gefahr im Nationalsozialismus (Nazismus)? In Anbetracht dessen, dass er nur einen kleinen Teil zu "vollwertigen Menschen" erklärt und auf Kosten der Umverteilung der Ressourcen von den "nicht vollwertigen" (Untermenschen) zu den "vollwertigen Menschen" (Übermenschen) existiert, (also, das Gut – den Übermenschen und die Gewährleistung dieses Gutes – auf Kosten der Untermenschen), führt das unausweichlich zu den Kriegen, zum Völkermord. Darüber hinaus führt das unausweichlich zur Niederlage der Nationalsozialisten selbst, weil diejenigen, die sie zu Untermenschen erklären, immer in der Mehrheit sein werden.

Das heißt, die Kriege sind unausweichlich und unausweichlich ist die blutige schreckliche Niederlage des Nationalsozialismus. Deshalb sollten diejenigen, die sich an die Ideologie des Nationalsozialismus wenden, sollten ihn so zu sagen, mit allen seien „Vorzügen“ annehmen. Mitunter mit den Kriegen und mit der unausweichlichen Niederlage.

 



[1] "This is the second Pearl Harbor. I don't think that I overstate it". Chuck Hagel // http://www.quotesdaddy.com/quote/1257568/Chuck+Hagel/this-is-the-second-pearl-harbor-i-dont-think-that